„Lost in light“ – nicht nur die Grenzen zwischen Licht und Dunkel, zwischen Tag und Nacht werden in diesem Konzert mit dem Ensemble Capella Nova verhandelt. In der Musik der vergangenen Jahrhunderte wurden von jeher menschliche Grenzerfahrungen sowie die Gratwanderung zwischen Licht und Dunkelheit immer wieder neu ausgelotet und beleuchtet. Euphorie und Depression, Ernst und heitere Leichtigkeit, Resignation und Aufbruch, all dies kann „Lost in light“ bedeuten. Neben reizvollen Werken der frühbarocken Vokalpolyphonie interpretiert das Gesangsquartett zeitgenössische Werke und wagt Crossoverexperimente.

Auch klassische Werke der Chorliteratur zeichnen die vier Solisten nach, wobei die oft wuchtigen Klänge der farbenreichen romantischen Harmonik durch die kleine Besetzung in eine transparent-filigrane Klangatmosphäre verwandelt wird. Die Uraufführung des Sonettquartetts „Arise my soul“ aus der Feder von M.-V. Track spürt in experimentellen Besetzungskombinationen dem besonderen Reiz der musikalischen Grenzerfahrungen zwischen Klang und Geräusch nach.

„Lost in Light“ lädt ein zu einer Spurensuche quer durch die Jahrhunderte und greift den Lichtgedanken der Lumières in musikalischem Sinn auf.

DAS PROGRAMM:

„Komm Trost der Welt“
(M: Christian Lahusen / T: Joseph von Eichendorff)
„Ubi Caritas“ (Ola Gjeilo *1978)
„Ach, arme Welt“ (Johannes Brahms 1833-1897)
„Marias Herbstlied“ / „Haustvísur til Máriu“
(M: Alti Heimir Sveinsson 1938-2019/ T: Eina Ól. Sveinsson)
„Ave Maria“ (Tomás Luis de Victoria 1548-1611)
„Meine Seele erhebt den Herren“ SWV 426
(Heinrich Schütz 1585-1672)
„Laudate“ (Knut Nystdt 1915-2014)
Uraufführung „Arise my soul“ (Marie-Valérie Track 2019)
Sonett für vier Stimmen, Pauke & Percussion
„Cantate Domino“ (Hans Leo Haßler 1564-1612)
„O Lux beata trinitas“ (Tomás Luis de Victoria 1548-1611)
„La nuit froide et sombre“ (Oralndo di Lasso 1532-1594)
„Dieu! Qui la fait bon regarder“ (Claude Debussy 1862-1918)
aus „Trois Chansons de CHARLES D’ORLÉANS“
„Je prens on gre la dure morte“
(Jacob Clemens non Papa 1510-1555)
„Morir my fault“ (Jacob Clemens non Papa)
„Mit Fried und Freud fahr ich dahin“
(Johannes Brahms 1833-1897)
„Jesu, the very thouht of thee“ (Edward C. Bairstow 1874-1946)
„The Shower“ (Edward Elgar 1857-1934)
„Pater noster“ (Pascal Martiné *1986)

Marie-Valerie Track (Sopran), Daniel Herrscher (Bass), Rachel Rickert (Alt) und Johannes Balbach (Tenor) bilden das Quartett Capella Nova. Die passionierten Sängerinnen und Sänger finden sich in der Regel einmal im Jahr zusammen, um gemeinsam ihrer Leidenschaft nachzukommen: dem Ensemblegesang quer durch alle Jahrhunderte und alle Stile von Renaissance bis Romantik, von Gregorianik bis zu Eigenkompositionen und somit zeitgenössischer Ensemblemusik.

Es verbindet sie die Liebe zur Chormusik und das feine Gespür für außergewöhnliche Programmauswahl. Alle können hierbei auf langjährige Mitgliedschaften in den renommiertesten Ensembles Deutschlands und Europas zurückgreifen wie z.B. dem Kammerchor Stuttgart (Frieder Bernius) oder dem Huelgas Ensemble, Belgien (Paul van Nevel).