in Kooperation mit dem Deutsch-Französischen Kulturkreis Heidelberg

Daniel Roth

Programm:„Zauber der französischen Orgelmusik“

19.15 Uhr: Einführungsgespräch mit Daniel Roth
(Dr. Erika Mursa, D.-franz. Kulturverein und Beate Rux-Voss)

Alexandre-Pierre-Francois Boëly (1785-1858):
Fantasie und Fuge B-Dur,  g-Moll, Duo g-Moll, Allegro f-Moll (aus op. 18)

Charles Tournemire (1870-1939):
Fantaisie-improvisation sur „Ave maris stella“/
Improvisation reconstituée par Maurice Duruflé

Daniel Roth (*1942):
– Andante aus „Triptyque“
– „Deposuit“ aus dem Magnificat (Livre d’orgue)

Cesar  Franck (1822-1890):
Grande Pièce symphonique, op. 1

Deutsch-Französischer Kulturkreis e.V.

Daniel Roth begann seine Ausbildung am Conservatoire seiner Heimatstadt Mülhausen im Elsass. 1960 trat er in das Conservatoire de Paris ein, wo ihm fünf erste Preise zuerkannt wurden. Zu seinen Lehrern zählten unter anderem Maurice Duruflé und Rolande Falcinelli. Nach dem Abschluss seiner Studien in Paris bereitete er sich bei Marie-Claire Alain auf internationale Wettbewerbe vor, von denen er fünf bedeutende gewann, darunter den renommierten Grand Prix de Chartres in Orgelspiel und Improvisation im Jahre 1971. Danach begann seine internationale Karriere als Konzertorganist, Improvisator und Pädagoge.
1963 wurde er Stellvertreter seiner Lehrerin Rolande Falcinelli an der Basilique du Sacré-Coeur in Paris, der er 1973 als Titularorganist nachfolgte. 1985 wurde Roth zum Titularorganisten an St.-Sulpice de Paris ernannt.
Von 1974 bis 1976 war Daniel Roth artist in Residence  am National Shrine of the Immaculate Conception und Orgelprofessor an der Catholic University of Amerika in Washington, D.C. Nach Professuren an den Konservatorien von Marseille und Straßburg sowie der Hochschule für Musik Saar in Saarbrücken (1988–1995) unterrichtete er von 1995 bis 2007 künstlerisches Orgelspiel und Improvisation an der Hochschule für Musik und Darstellenden Kunst Frankfurt am Main.
Daniel Roth wurde zum Chevalier de la Légion d’Honneur und Officier de l’Ordre des Arts et des Lettres ernannt. Außerdem wurde er als „Honorary Fellow of the Royal College of Organists“ ausgezeichnet und erhielt 2006 den Preis der Europäischen Kirchenmusik in Schwäbisch Gmünd. 2015 wurde er vom New York City Chapter der Americam Guild of Organists als „International Performer of the Year“ ausgezeichnet.